12. Landesfeuerwehrtag
des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg

Festempfang der Landesregierung

Ministerpräsident Kretschmann sieht Feuerwehr als wichtigen Teil gelebter Demokratie

Die Feuerwehr ist für Ministerpräsident Winfried Kretschmann ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Demokratie. Mit dem ehrenamtlichen Einstehen für Mitmenschen, dem aktiven Helfen statt wegschauen sind für ihn Angehörige der Feuerwehr Sinnstifter für unsere Gesellschaft und damit Vorbild für andere.

In der guten Stube Heidelbergs, der historischen Stadthalle am Fuße des Neckars eröffnete das Landespolizeiorchester unter der Leitung von Prof. Stefan Halder am 20. Juli 2018 den Festempfang der Landesregierung. In seiner Eröffnungsrede dankte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg, Dr. Frank Knödler, der Stadt Heidelberg, dass der 12. Landesfeuerwehrtag hier stattfinden kann – entstand doch hier, dank des Wirkens von Carl Metz, die Feuerwehr der Neuzeit. Besonders freute es Knödler, dass es sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann trotz vollen Terminkalenders es sich nicht nehmen ließ teilzunehmen und Grußworte zu sprechen. Dass auch viele Vertreter von Feuerwehren aus Europa der Einladung gefolgt sind zeige, welch Verbundenheit und Freundschaft hier besteht.

In seiner Festrede erinnerte Ministerpräsident Winfried Kretschmann an die Pionierleistungen die aus Baden-Württemberg für die Feuerwehr in ganz Deutschland hervorgegangen sind. So entwickelte zum Beispiel Conrad Magirus die ersten Drehleiter oder Carl Metz Pumpensysteme legte auch und den Grundstein des Ehrenamtes in der Feuerwehr.

Gerade in diesem Ehrenamt liege ein Garant für eine funktionierende Demokratie. Mit der zu 95% ehrenamtlich getragenen Struktur, der gelebten Kameradschaft und der jederzeitigen Einsatzbereitschaft anderen Menschen, die in Not geraten sind zu helfen, ist die gerade auch die Feuerwehr ein wichtiges Element gegen die zunehmende geistige Brandstiftung. Dieses wertvolle Gut müsse man fördern und erhalten. Schließlich nehme auch die Belastung für die rund 180.000 Frauen und Männer in der baden-württembergischen Feuerwehr weiter zu. Echte Allrounder sind die Feuerwehrangehörigen heute. Es gilt ständig neues Wissen erworben und trainiert werden, um helfen zu können und dabei ein Gleichgewicht zwischen Familie – Firma – Freizeit und eben Feuerwehr zu finden.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner schloss sich diesem Dank, der auch an die Familien der Feuerwehrfrauen und –männer gerichtet ist an. Für Würzner ist es unverständlich, dass man sich über Lärm von Einsatzfahrzeugen beschwert, wenn diese auf der Einsatzfahrt sind, wenn Helfer an der Einsatzstelle beschimpft, bestohlen oder gar bedroht werden. Die Bereitschaft jederzeit in den Einsatz zu gehen und dabei sein Leben zu riskieren könne nicht hoch genug geschätzt werden. Er erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr zwei Feuerwehrangehörige beim Einsatz für Mitmenschen ihr Leben verloren haben. Er dankte an dieser Stelle auch den Firmen und Arbeitgebern für ihre Bereitschaft Mitarbeiter gehen zu lassen, wenn ein Alarm ist.

Sichtlich berührten die gesprochenen Worte von Steffen Gangloff. Er erinnerte daran, dass Feuerwehrangehörige ständig mit Tod, dem Verlust von Hab und Gut oder der wirtschaftlichen Existenz von Betroffenen konfrontiert werden. Aber auch dem Gefühl, helfen zu können, sich auf andere verlassen zu können und Teil einer Gemeinschaft zu sein, die für andere und einen selbst da ist.

Umrahmt wurde der Festabend durch Musikstücke, die von Kammersänger Winfrid Mikus, Wilfried Staber und Kevin Tarte unter hervorragender Begleitung des Landespolizeiorchesters vorgetragen wurden und den Abend schließlich ausklingen ließen.